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6Hours of Nürburgring - From Le Mans to Germany

Verantwortlicher Autor: Erich Hein Nürburgring, 31.07.2017, 11:54 Uhr
Presse-Ressort von: Erich Hein Bericht 6430x gelesen
6Hours of Nürburgring
6Hours of Nürburgring  Bild: Erich Hein

Nürburgring [ENA] Das 6h-Rennen auf dem Nürburgring am 16. Juli war nach Le Mans die letzte Europa-Station die Langstrecken-Weltmeisterschaft FIA WEC. Danach geht es nach Mexico, USA, Japan, China und Bahrain. In der FIA WEC (World Endurance Championship) starten Sportprototypen und GT-Fahrzeuge in vier Klassen:

LMP1 (z.B. Porsche 919 Hybrid), LMP2, LMGTE-Pro (z.B. 911 RSR), und LMGTE- Am (z.B. 911 RSR Modelljahr 2015). Man fährt gemeinsam das Rennen, gewertet wird aber getrennt. In Anlehnung an das 1000- km- Rennen, das von 1953 bis 1983 auf der Nordschleife des Nürburgrings ausgetragen wurde und ab 1984 (einzige Ausnahme 2010) auf der neuen Grand-Prix-Stecke statt fand, feierte die WEC erstmals 2015 auf dem geradezu genialen Gelände des Nürburgrings Premiere. Spannung pur und das sechs Stunden am Stück; ein „must have“ für jeden Fan des Motorsports.

Vor allem das Duell von Toyota gegen Porsche macht das Rennen dieses Jahr besonders spannend. Einen Sieg, eher einen Doppelsieg hätte Toyota am Nürburgring gut gebrauchen können. Denn nach der eher bescheidenen Vorstellung in Le Mans wäre der Abstand zu Porsche rein rechnerisch (111 Punkte zu 78,5 Punkte) überwindbar gewesen. Aber dieses dritte Wochenende im Juli konnte Toyota glattweg vergessen. Bereits in der Einführungsrunde zuckelte der Bolide mit Fahrer Sebastian Buemi über die Rennstrecke im Schneckentempo zurück zur Box, denn die Benzinpumpe streikte.

Nach bereits 5 gefahrenen Runden stieg Buemi aus der Box ins Rennen ein, hätte es aber auch gleich lassen können. Besser lief es für das Team Toyota um Mike Conway, Kamui Kobayashi und Jose Maria Lopez die von der Pole aus starteten und in der ersten Stunde gut Rundenzeiten lieferten. Man gab sich kampfbereit und hoch motiviert, bis vor Anbruch der letzten 60 Minuten der Vorsprung der Porsche schon mehr als 1 Minute betrug. Aus, vorbei, immerhin Platz drei war gesichert.

Für das LMP1 Team von Porsche konnte es besser nicht kommen. Nach dem Sieg in Le Mans baute man seine Tabellenführung in der Weltmeisterschaft auf heimischem Boden weiter aus. Die Piloten im Cockpit Timo Bernhard, Earl Bamber und Brendon Hartley heimsten nach einem spannenden Rennen den ersten Platz auf dem Siegertreppchen ein, dass Schwesterteam mit den Fahrern Andre Lotterer, Neel Jani und Nick Tandy kamen drei Sekunden später ins Ziel und belegten Platz zwei. Timo Bernhard nach dem Rennen: „ Das war eine tolle Leistung vom Team. Beide Autos hätten gewinnen können. Unsere Teamkollegen hätten den Erfolg genauso verdient wie wir. Es war wirklich eng, den die Führung wechselte immer wieder zwischen unseren Autos“.

Beim Rennen der LMP 2 Boliden um die vordersten Plätze ging es hoch her. Die ersten zwei Plätze belegten DC Racing mit Tung Javis und Laurent und Rebellion mit Canal, Senna, und Albuquerque. Spannend bis zum Schluss ,der Kampf um Platz drei, der von Nicolas Lapierre und Mathias Beche ausgetragen wurde. Schlussendlich gewann der Franzose Lapierre im Toyota dieses Duell und kam somit aufs Treppchen. Der von der Pole gestartete Toyota mit den Piloten Mike Conway, Kamui Kobayashi und Jose Maria Lopez konnte lediglich in der ersten Stunden mit den Zuffenhausenern mithalten. Bereits vor Anbruch der letzten 60 Minuten hatten die Porsche mehr als 1 Minute Vorsprung auf die Konkurrenz, was sich bis zum Ende nicht mehr änderte.

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