Dienstag, 17.05.2022 09:50 Uhr

Endlich wieder Messe in Essen

Verantwortlicher Autor: Erich Hein Essen, 11.04.2022, 17:42 Uhr
Presse-Ressort von: Erich Hein Bericht 5218x gelesen
Techno Classica
Techno Classica  Bild: Erich Hein

Essen [ENA] Haben Sie schon von einem „Wendler“ gehört oder vielleicht schon einmal einen „Wendler“ gesehen: ein Coùpe mit einer Kunststoffkarosserie und einem Dreizylinder- Zweitaktmotor im Heck, der einem Alpin A160 ähnelt? Ich nicht, aber die Techno Classica schaffte es, ...

diesen Oldtimer gekonnt in Szene zu setzten. Ja sie haben richtig gelesen, es war wieder Messe in Essen. Nach 35 langen pandemiebedingten Monaten konnten sich am 23. März die Türen der Messehalle Essen für die 32. Techno Classica wieder öffnen. Freudensprünge habe ich bei Fans der Oldie-Szene, bei Ausstellern und Händlern nicht gesehen, aber eine positive und überaus heitere Stimmung herrschte in allen Bereichen. Nicht nur für die SIHA war es dieses Jahr ein „Hin und Her“ auch für die Autohersteller war die unsichere Corona- Lage nicht gerade übersichtlich. So entschieden sich BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen gegen eine Teilnahme, aber auch Alfa Romeo und Fiat sagten ab, genauso wie unsere Nachbarn Frankreich.

Natürlich konnte die SIHA das Fehlen vieler Automarken und bekannten Händlern nicht ganz auffangen, aber Hochachtung für die neue Ausrichtung der 9 Messe- Hallen, genauso wie die Umsetzung der 3G- Regelung und Maskenpflicht. Eine tolle Oldtimermesse in Weltklasseformat. Dazu zeigten auch ca. 1000 Aussteller, große Händler und über 150 Clubs ihre Bereitschaft zum Gelingen der Messe. Zwar fehlten die ein oder anderen internationalen Händler, dass Fehlen machten aber die enorme Anzahl der Marken- Clubs durchaus wieder wett. Besonders bei Mercedes-Benz. Sage und schreibe 17 Clubs gaben sich in Essen ein die Ehre um auf 2500 Quadratmetern in Halle 1 zu präsentieren, was einen „Stern“ so ausmacht.

Nicht nur ich hatte den Eindruck, dass sich fast alle noch lebende Mercedes-Benz 300 SL in ihren unterschiedlichsten Farben und Facetten in Essen trafen um ein Statment für die Oldtimer- Szene zu setzten. Dicht gefolgt von Porsche, der mit seinem sportlichen 911 seine Präsens in den 9 Hallen untermauerte. Noch einmal auf den „Wendler“ zurückzukommen. 1957 entstanden rund 200 dieser Fahrzeuge, wie man jetzt weis, einer hat auf jeden Fall überlebt. Aber auch andere Raritäten haben es verdient, hier erwähnt zu werden. Da gab noch einen Kellison J4 R, einen Bugatti mit zwei Motoren, einen Ferrari von Felber und sogar drei Lancia Lambda, wovon einer sich sogar auf die viermalige Teilnahme an der Mille vorweisen konnte.

Nicht in den 50iger oder 60iger Jahre, sondern schon in den frühen Dreißigern. Mit dem Schönheitspreis der Techno Classica wurde auch ein Raritätchen gekürt. Man entschied sich für einen Alfa Romeo 1900 SS mit Ghia- Coùpe- Karosserie. Diese „Messe“ war das Event der Marken- Clubs die diesmal so richtig punkten konnten. Wie bereits erwähnt Mercedes- Benz, die noch mit einer beeindruckenden Sonderschau mit Kompressee- Vorkriegs- Mercedes- Fahrzeugen, deren unterschiedlichsten Zustände für das ein oder andere breite Grinsen auf den Gesichtern der Besucher zauberten.

Auch die Ford- Fraktion gab ihr Bestes und präsentierte zwei seltene LMX 2300 HCS Coùpes Baujahr 1973, die in Turin in den frühen Siebzigerjahren mit der Ford- Technik und eleganter Kunststoffkarosserie entstanden. Was wäre ein Jahr ohne Jubiläen, recht langweilig oder? Für 2022 brachen wir uns darüber keine Sorgen zu machen, denn es stehen etliche Geburtstagsfeiern an: Zagato, Ford, Ferrari, Opel und Citroen um nur einige zu nennen. Essen begann die Feiern mit einer Sonderschau der SIHA welche die Zusammenarbeit von Aston Martin und Zagato, einen exklusiven Sportwagen mit britischer Technik und italienischer Karosserie.

Das Auto entstand 1960 und 1961 in Zusammenarbeit von Aston Martin und dem Mailänder Karosseriewerk Zagato. Dieses von Ercole Spada gestaltete Fahrzeug gilt als eines der schönsten jemals gebauten Autos. Im Laufe dieser Zusammenarbeit entstanden leider nur 19 Originalfahrzeuge. Eine tolle Schau, dem 100. Geburtstag von Zagato durchaus angemessen. Leider fehlten bei FA. Eberlein die ganz frühen Ferrari- Sportwagen aus Maranello. Hätte man schon gerne zum 75. Geburtstag von Ferrari gesehen. Ich denke, sie standen bei der Abfahrt nach Essen noch im Beaute- Salon.

Dafür zeigten andere Aussteller frühe V12-Modelle mit dem Cavallino Rampant. War auch nicht schlecht. Wie schon gesagt, einige namhafte internationale Händler fehlten, jedoch Gallery Aaldering, Houtkamp, Thiesen und Movendi und Co. hatten ein durchaus beeindruckendes Sortiment an Autos im Gepäck, oh sorry , auf ihren Ladelastern nach Essen gebracht. Die Mühe hat sich doch tatsächlich gelohnt. Sah man doch bereits am Eröffnungstag eine Vielzahl von Schildern mit der Aufschrift „Verkauft“ auf den Scheiben verschiedenster Oldtimer in allen Preisklassen. Wir gönnen es ihnen.

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